Beschreibung:

Trockenfutter (8-10% Feuchtigkeit) wird in der Regel durch Kochextrusion unter hohem Druck und Hitze hergestellt. Manchmal wird es dann noch eingesprüht; mit Fetten, um die Schmackhaftigkeit und Akzeptanz zu verbessern, und mit anderen Zutaten, um die Zusammensetzung zu vervollständigen. 

Vorteile:

Katzentrockenfutter hat beim Komfort und Preis Vorteile gegenüber Nassfutter – abgesehen davon, dass es in der Regel wesentlich günstiger ist, kann Trockenfutter auch zur freien Bedienung stehen gelassen warden; wohingegen Dosenfutter und Rohfutter nach kurzer Zeit bereits verdirbt oder unappetitlich wird. 

Trockenfutter wird häufig empfohlen, in der Annahme, dass Katzen die Trockenfutterstücke mit ihren Zähnen zerbrechen, was zum Abschaben von Zahnstein beiträgt. Der tatsächliche Nutzen ist seit den letzten Jahren jedoch umstritten.

Nachteile:

Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass auch Trockenfutter, da es mit Fetten eingesprüht wird (wie bereits erwähnt) ranzig wird und abgestanden und fad, wenn das Fett oxidiert. Eine Fütterung mit freier Bedienung kann auch dazu beitragen, dass Katzen zuviel Fressen und zu Übergewicht und letztlich Fettleibigkeit führen.

Worauf ist zu achten:

Einige Marken von Katzenfutterherstellern verwenden bei Trockenfutter oft in erster Linie getreidebasierte Inhaltsstoffe mit tierischem Eiweiß aus tierischen Nebenprodukten oder Tierdigest* um Kosten zu senken. Hochwertigeres Futter, manchmal angeboten als "Premium", "natürlich" oder "ganzheitlich/holistisch" enthält weniger oder gar kein Getreide und einen höheren Anteil von tierischem Protein. Dennoch enthalten getreidefreie Trockenfuttersorten Kohlenhydrate, aus Zutaten, wie z.B. Kartoffeln oder Tapioka, da die Stärke aus diesen Bestandteilen notwendig ist, damit die Trockenfutterstücke ihre Form halten. Der Stoffwechsel von Katzen benötigt keine Kohlenhydrate, denn der Katzenorganismus bevorzugt es Glucose aus Protein herzustellen. 
*Digest = Künstlich (chemisch oder durch Enzymeinsatz) vorverdaute Substanzen 

Seit dem Auftreten von BSE-Infektion durch kontaminiertes Fleisch- und Knochenmehl wurde die Verwendung von Tiermehl in Futtermitteln in Teilen der Welt verboten (z.B. Japan und Frankreich), ist aber immer noch gängige Praxis in anderen Ländern. Vergleichende Studien von japanischen Forschern haben gezeigt, dass Tiermehl besser als die anderen Proteinmehl-Quellen in Bezug auf die Verdaulichkeit der Trockenmasse und des Nährwerts für Katzen, während Maisgluten-Mehl am wenigsten Nährwert aufweist.

Die gleichen Studien zeigten, dass Katzen, welche mit diesen Trockenfutter-Ernährung gefüttert  wurden, alkalischen Urin ausschieden. Es wird impliziert, dass der Urin-pH-Wert die Bildung von Struvitkristallen fördern, und viele Trockenfutter-Hersteller versuchen dies durch Urinsäurebildende Zutaten auszugleichen. Allerdings kann diese Praxis zur Bildung von Kalzium-Oxalatsteinen führen. Daher scheint die Wasseraufnahme im Gegensatz zu Urin pH-Wert der wichtigste Faktor für die Prävention und Behandlung von Harnkristallen zu sein.

Man sollte also immer darauf achten, dass die eigene Katze genug zu Trinken zur Verfügung hat und genügend Wasser zu sich nimmt, wenn man sie mit Trockenfutter füttert.