Wohnungskatze*

Wohnungskatzen leben generell sicherer, allerdings häufig auch langweiliger, wenn man sich nicht mit dieser Haltungsform näher auseinandersetzt. 
Wenn man sich für eine Wohnungskatze entscheidet, muss man ein paar Punkte beachten.

*Wohnungskatze wird bei uns synonym für „Nicht-Freigänger“ verwendet, obwohl ein Nicht-Freigänger natürlich auch in einem Haus kann.

 

Gefahren des Wohnungskatzenlebens


Entlaufen
Katzen sind neugierig. Beim Betreten oder Verlassen der Wohnung, Fenster öffnen etc. ist eine Katze sehr schnell an einem vorbei geflitzt. Gerade für Katzen, die die "große, weite Welt" nicht kennen, ist dies gefährlich.

Die meisten Katzen lassen sich nicht sofort einfangen oder kommen auf Zuruf zurück. 


Verhaltensprobleme
Aufgrund von verschiedenen Faktoren, die bei Wohnungskatzen zusammen spielen können (Langeweile, beschränktes Revier, keine komplette Rückzugsmöglichkeit von den Menschen), tendieren Wohnungskatzen eher zu Verhaltensproblemen.

 
Übergewicht
Viele Wohnungskatzen haben aufgrund des begrenzten Reviers auch weniger Bewegung als Freigänger.  Hinzu kommt, dass viele der Wohnungskatzen aus Langeweile sich mit Nahrungsaufnahme beschäftigen.


 

Was ist bei Wohnungskatzen zu beachten?


Sollte nicht an Freigang gewöhnt sein
Eine Katze/Kätzchen, die an Freigang gewöhnt ist, wird sich so gut wie nie oder nur sehr, sehr schwer an ein Wohnungsleben gewöhnen. 


Keine Einzelkatze
Auch sollte es möglichst keine Einzelkatze sein, jedenfalls nicht bei berufstätigen Besitzern (außer die Katze ist bereits ein vehementer Einzelgänger).


Beschäftigung
Auch für eine Katze ist Langeweile schlimm.  Die Bewegung wird z.B. zum Abbau überschüssiger Energie benötigt. Sonst wird die Katze entweder übergewichtig  oder beschäftigt sich selbst (auf eine Weise, die dem Menschen meist nicht gefällt). Allein Spielzeug anzubieten reicht nicht, der Mensch sollte mindestens eine halbe Stunde pro Tag mit jeder Katze spielen.


 
Wohnungseinrichtung
Die „Fläche“ der Wohnung sollte dreidimensional für die Katzen erweitert werden. Dies funktioniert durch erhöhte Flächen: z.B. Regale/Tische auf verschiedenen Ebenen, die von der Katze genutzt werden dürfen, deckenhohe Kratzbäume, Katzenleitern.
Die Katzen nutzen solche Flächen sowohl zum sicheren Beobachten aus der Höhe, zum Schlafen oder als Tobeplatz zum Spielen.


Alternativ-Programm zum Freigang
Man sollte seiner Wohnungskatze wenn möglich ein Alternativ-Programm zum Freigang anbieten. Wenn die Wohnung einen Balkon hat (und es zulässig, diesen mit Katzennetz zu versehen), kann man ihr so beschränkt Ausgang bieten. Manche Katzen lassen sich an ein Geschirr mit Leine für Spaziergänge gewöhnen.


Rückzugsmöglichkeiten
Besonders Wohnungskatzen, die nicht nach draußen können, wenn sie sich unwohl fühlen, muss man Rückzugsmöglichkeiten anbieten. Eine Wohnungskatze sollte möglichst Zugang zu (fast) allen Räumen haben – nicht nur um sich zurückzuziehen, sondern weil ihr Revier ohne Auslauf schon sehr eingeschränkt ist.


Katzengras noch wichtiger
Bei reinen Wohnungskatzen ist es noch wichtiger als bei Freigängern, dass ihnen Katzengras angeboten wird, da Katzen dieses benötigen.


Ruhe wichtig
Da die Wohnungskatze nicht vor lauter Musik und anderem Krach flüchten kann und ein wesentlich empfindlicheres Gehör hat als Mensch (oder Hund), muss man sich hier entsprechend einschränken – Feiern sind natürlich analog zu behandeln und entsprechend ruhig zu gestalten.