Ein Wurf Kätzchen besteht in der Regel aus zwei bis fünf Jungtieren. Sie werden nach einer Schwangerschaft von etwa 64-67 Tagen geboren. Jedes Kätzchen wird in einer Fruchtblase geboren,  welche von der Katzenmutter entfernt und aufgefressen wird. 
Direkt nach der Geburt sind Kitten blind und taub. In etwa wiegen sie 100 Gramm, das Gewicht kann jedoch zwischen 60 bis 140 Gramm variieren. Die Kätzchen öffnen ihre Augen etwa sieben bis zehn Tage nach der Geburt. Am Anfang ist die Netzhaut schlecht entwickelt und die Sicht ist schlecht. Kätzchen sind bis zu zehn Wochen nach der Geburt nicht in der Lage, so gut zu sehen wie ausgewachsene Katzen.

Muttermilch

Nach der Geburt finden sie mit Tast- und Geruchssinns die Zitzen ihrer Mutter. Die Muttermilch ist sehr wichtig für die Ernährung und das angemessene Wachstum der Kätzchen. Besonders die erste sehr dünne Milch (Kolostrum genannt) überträgt Antikörper, welche sie aufgrund früherer Infektionen sowie Impfungen gebildet hat, auf die Kätzchen, welche zum Schutz gegen Infektionskrankheiten beitragen. Nach ein paar wenigen Tagen jedoch produziert die Mutter nur noch richtige Milch. 
Neugeborene Kätzchen sind auch nicht in der Lage, konzentrierten Urin zu produzieren, so dass sie ein hohes Flüssigkeitsbedürfnis haben. 
Durch den Milchtritt (massieren der Zitzen) und schnurren, regen die Kätzchen die Milchproduktion an. Der „Milchtritt“ wird auch von erwachsenen Katzen ausgeführt, wenn sie sich wohlfühlen („Treteln“ auf dem Schoß z.B.). Bei jedem Kätzchen entsteht eine Vorliebe für eine bestimmte Zitze. Die Kätzchen werden mehrfach täglich gesäugt. Auch entfernt sich die Mutterkatze in den ersten Tagen nur selten von ihrem Wurf. 
Wenn sie drei bis vier Wochen alt sind, werden die Jungtiere schrittweise entwöhnt und beginnen feste Nahrung zu fressen, wobei die Entwöhnung in der Regel im Alter von sechs bis acht Wochen vollständig abgeschlossen ist. Kätzchen leben nach der Entwöhnung in erster Linie von fester Nahrung, aber setzen es in der Regel fort von Zeit zu Zeit zu säugen, bis sie von ihren Müttern getrennt werden. 

Allgemeine Entwicklung

Die Kätzchen sind in dieser Zeit hauptsächlich mit Schlafen und Trinken beschäftigt.
In den ersten Wochen sind die Kätzchen nicht in der Lage zu urinieren oder zu koten, wenn sie nicht durch ihre Mutter stimuliert werden. Während der ersten drei Wochen sind sie auch nicht in der Lage ihre Körpertemperatur zu regulieren; wenn die Kätzchen bei Temperaturen von weniger als 27°C geboren werden und nicht von ihrer Mutter warm gehalten werden, können sie sterben. 

Die Kätzchen entdecken ab der zweiten Woche ihren eigenen Körper, die Geschwister und die direkte Umgebung des Katzennestes. Ihre Koordination und Kraft verbessert sich, sie spielen mit ihren Wurfgeschwistern erste Kampfspiele. Sie lernen weiterhin, wie andere Katzen auf Fauchen, Miauen, Beißen und Flucht reagieren.

Im Alter von drei Wochen können die Kätzchen einigermaßen stehen und erproben das Klettern und Sitzen. Jedoch bringen die Kätzchen bis im Alter von drei Wochen etwa 90% der Zeit mit Schlafen zu. Danach entwickelt sich der Rhythmus den erwachsene Katzen zeigen, die etwa16 Stunden am Tag schlafen. Die Kätzchen werden nach und nach immer lebhafter, verspielter und neugieriger. Dies wird häufig von der Katzenmutter unterstützt, indem sie mit den Kleinen nach etwa 3-4 Wochen in ein anderes Nest umzieht, wo mehr Bewegungsfreiheit vorhanden ist, aber die Kätzchen sich nicht zu weit von ihr entfernen können.

Im Alter eines Monats haben die Katzenkinder bereits ein Gewicht von etwa 300g und fangen an sich selber zu putzen und mit Objekten zu spielen. Durch Nachahmung können die Kätzchen jetzt langsam die Katzentoilette benutzen. Je nachdem wie die Kätzchen die Welt um sich herum erforschen, kann man bereits ihren Charakter ansatzweise erkennen. Nach zehn Wochen werden Kätzchen Neuem gegenüber, mit dem sie noch keine Erfahrung vorher hatten, vorsichtiger.

Die Kätzchen fangen mit etwa zwei Monaten mit erwachsen werden an, frei lebende Katzen häufig erst mit vier Monaten. Die Kätzchen folgen ihrer Mutter überallhin und sie beaufsichtig die Kleinen und achtet darauf, dass sie sich nicht allzu weit entfernen. Dürfen die Katzen ins freie, zeigt die Katzenmutter ihnen das Jagen. Das Spielen wird in dem Alter zur Hauptbeschäftigung der kleinen Katzen.
Mit einem Alter von drei Monaten klettern die Kätzchen an Vorhängen hoch und auf Bäume, kratzen an Gegenständen (vorzugsweise dem Kratzbaum) und springen voller Energie. Nervenbindungen festigen sich und die Muskulatur entwickelt sich, so werden Bewegungen immer genauer. Das Spielen ist auch wichtig für das Sozialverhalten.

Im fünften Monat verlieren die Kätzchen ihre Milchzähne und beginnen, ihr Revier kenntlich zu machen. Vollkommen unabhängig von der Katzenmutter sind sie mit sechs Monaten. Einige Katzenmütter jagen ihre Kätzchen bereits auseinander, wenn diese drei Monate alt sind, während andere sich bis zur Geschlechtsreife der Jungtiere weiter um sie kümmern. 

Geschlechtsreife

Das Geschlecht der Jungtiere ist in der Regel im Alter von sechs bis acht Wochen leicht zu bestimmen. Der männliche Harnröhrenausgang ist rund, wohingegen der weibliche ein Schlitz ist. Ein weiterer deutlicher Unterschied ist der Abstand zwischen Anus und Harnröhrenausgang, welcher bei Katerchen größer ist als bei weiblichen Kätzchen.
Kater und Katzen werden im Schnitt zwischen dem sechsten bis achten Lebensmonat geschlechtsreif, jedoch ist die körperliche Entwicklung erst mehrere Monate später vollendet und die soziale Reife meist noch später. Bei machen Rassen dauert dieser Lebensabschnitt noch einige Monate länger. 
Mit der Geschlechtsreife werden körperliche Unterschiede zwischen Katzen und Katern deutlich. Kater werden meist größer als Katzen, und bekommen einen stärkeren Hals und dickere „Katerbacken“. Werden die Tiere nicht kastriert, zeigen sich ein paar Unterschiede im Verhalten. Potente Kater verhalten sich territorialer und markieren ihr Revier z.T. auch im Haus mit Spritzen. Sie neigen zum Streunen und bleiben manchmal bei der Suche nach einer rolligen Katze Tage bis Wochen fern von ihren Besitzern. Das Revier eines unkastrierten Katers ist etwa dreimal so groß wie das einer Katze. 
Mit etwa anderthalb Jahren zeigen sich viele Katzen weniger verspielt und weniger lebhaft als zu Kittenzeiten, wobei es hier jedoch erhebliche rassebedingte und individuelle Unterschiede gibt.